Entstehung und Leitbild
Religionspädagogische Praxis, ein Weg ganzheitlicher Glaubens- und Wertevermittlung
Religionspädagogische Praxis ist eine Vierteljahreszeitschrift für elementare Religionspädagogik. Vom Münchner Religionspädagogen Franz Kett 1978 in Zusammenarbeit mit Sr. Esther Kaufmann begründet, weist sie eine eigenständige Konzeption religiöser Erziehung und Bildung auf. Sie versteht sich nicht so sehr als Methode, sondern ist vielmehr Weg einer ganzheitlichen Sinnsuche und Glaubensfindung, den Erziehende und Erzieher gemeinsam gehen.
1998 erhielt die Zeitschrift den Untertitel "Anregungen zu einer ganzheitlichen, sinnorientierten Pädagogik". Damit wird ein Schwerpunkt der Konzeption zum Ausdruck gebracht. Die Förderung menschlicher Entfaltung als Grundlage einer religiösen Erziehung wird betont. Es geht um die Bildung von Herz, Hand und Verstand gleichermaßen, um die Ausbildung von Einstellungen und Haltungen, die einer Sinnsuche förderlich sind und religiöse Fragestellungen, Erfahrungen und Deutungen möglich machen.
Es hat sich in der Zeit, in der die Zeitschrift besteht, ein pädagogisches Gesamtkonzept herausgebildet, dessen Tiefendimension die religiöse Erziehung darstellt.
Ursprünglich für den Elementarbereich gedacht, erweist sich der Weg der Religionspädagogischen Praxis weit darüber hinaus als praktikabel. Die Einbeziehung des ganzen Menschen, die Betonung der Erlebnisebene, die Ausgestaltung von Inhalten und Erfahrungen in Bodenbildern (mit Hilfe von Legematerial), das darin zum Ausdruck kommende Symbol- und Zeichenverständnis finden im Kindergarten, im schulischen Unterricht, in Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit, in der Gemeindekatechese (insbesondere Erstkommunion und Firmung) und Gottesdienstgestaltung Anklang.
Seit 2010 trägt die Zeitschrift den Untertitel „Zeitschrift für eine ganzheitliche Glaubensverkündigung“. Durch die neuen Redakteure Sr. Esther Kaufmann, Pater Dr. Meinulf Blechschmidt und Thomas Brunnhuber soll die Glaubensvermittlung wieder mehr in den Vordergrund gerückt und auch im Untertitel deutlich benannt werden.
